„Der Zug ist ein Ort zum Lesen“, sagt Dr. Bob Nicholson, Historiker der viktorianischen Kultur. Die Zeit im Zug wurde schon immer zum Lesen genutzt. Heute liest man vielleicht auf dem Smartphone, aber vor Nachrichten-Apps, Hörbüchern und E-Readern kauften Bahnreisende Zeitungen, Bücher und speziell für sie herausgegebene Zeitschriften und Magazine.
Diese Plattformökonomie führte zur Entstehung von Buchhandlungen und Zeitungskiosken auf Bahnsteigen; Geschäfte wie WHSmith entstanden direkt an den Bahnsteigen. Doch das Schienennetz gab den Menschen nicht nur Zeit zum Lesen, sondern trug auch zur Verbreitung von Nachrichten und Informationen in einer vordigitalen Ära bei. Eine Zeitung konnte nachts in London gedruckt werden und am nächsten Tag schon auf dem Frühstückstisch im Nordosten Englands liegen.